24.10.2004
Vernissage Weinlese

Eröffnungsrede, Dr. Martin Stather


Prall
2004, Öl auf Nessel
180 x 240 cm

(...) Am treffendsten läßt sich Brixys Malerei wohl als eine Malerei der Stimmungen, der Emotionen beschreiben; vom kühlen dominierenden Blau/Weiß über ein warmes Gelb/Orange hin zu brennenden Rottönen bietet seine Palette die gesamte Bandbreite menschlicher Empfindungen im Ausdruck der Farbe. So bieten sich dem Auge des Betrachters Topografien der Emotion, gleichzeitig aber auch Vignetten zum Wein, zur Arbeit des Wein-Machens und zum Genuß des Weintrinkens, den wir nicht vergessen wollen.

Den Sensationen auf der Zunge entsprechen die des Auges - vom ersten Schlürfen bis zum langanhaltenden Abgang. Brixys Arbeiten sind von Licht und Schatten gleichermaßen bestimmt, kompakte und flüchtige Form durchdringen einander, Schweres und Leichtes wechseln ab. Manche der Arbeiten sind beinahe grafisch, erinnern vage an kostbare japanische Holzschnitte der großen Meister und wie bei jenen ist das Innenleben der Bilder, die Kleinformen und Binnenstrukturen manchmal kompliziert, sie finden jedoch stets zur großen Form zusammen.(...)

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