24.10.2004
Rebwerk

Essay von Dr. Martin Stather,
Aus: Katalog „Dietmar Brixy. Malerei und Installationen. 2004 – 2006″


Kakao
2004, Öl auf Nessel
120 x 90 cm
"(...) Man kann das Bild auf dieser Ebene lesen wie eine Topografie, eine Landschaft, die uns ihre Struktur, ihren inneren Zusammenhalt enthüllt. Lineares gibt es da, Flächiges, Fließendes; Lavaströmen gleich haben die Farben die Leinwand erobert. Konkrete Formen sind das, gewiß, wiedererkennbar als Reben, Trauben, und doch kaum greifbar, so, als sehe man in ein undurchdringliches Dickicht oder Geflecht, bei dem man nicht entscheiden kann, was vorn und was weiter hinten liegt. Dabei bleibt es aber nicht; Farbe und Form verselbständigen sich in gewisser Weise auf der Leinwand, führen beinahe ein Eigenleben. Brixy erreicht mit seiner Malerei einen Abstraktionsgrad, der auch ohne den figurativen Bezug gut leben könnte.

A propos Figur: unser Maler würde nicht Brixy heißen, wenn er nicht hier und da eine Figur im Bild versteckt hätte. Das Lebendige, den Fortgang des Lebens festzuhalten ist stets ein Ziel seiner Malerei gewesen, und Mensch und Natur gehen daher in seinen Bildern eine zwingende und naturgemäße Verbindung ein. Aber kehren wir noch einmal zurück zu den Farben. (...)"

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