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Brixy Horizon Painting
26.04.2019 - 22.06.2019

Brixy in Berlin

Brixy in Berlin

Die Ausstellung von Brixy in Berlin in der Galerie Tammen war ein voller Erfolg!

 

Zahlreiche Besucher kamen während der gesamten Ausstellungszeit. Gezeigt wurden in der Doppelausstellung Stahlskulpturen von Thomas Röthel und Bilder von Dietmar Brixy.

Offiziell ging die Ausstellung vom 26. April bis zum 22. Juni. Aufgrund des hohen Zuspruchs wurde die eigentliche Ausstellungszeit um eine Woche verlängert. Dazu beigetragen hat sicherlich das Gallery Weekend Berlin. Hierbei luden zahlreiche Galerien zu einem Rundgang durch die Berliner Kreativ-Szene ein. Am Tage der Vernissage war Brixy in Berlin persönlich anwesend.

Die Vernissage wurde durch den renommierten Kunsthistoriker Prof. Dr. Dieter Ronte eröffnet. Ronte war Museumsdirektor des Museums Moderner Kunst in Wien, Direktor des Sprengel Museums in Hannover und anschließend Direktor des Kunstmuseums in Bonn. Seit dem Jahr 2007 ist Ronte freiberuflich als Experte für zeitgenössische Kunst und Museologie tätig.

 

 

Auszüge aus der Rede von Herrn Professor Dr. Dieter Ronte

 

„Wenn man versucht, eine Arbeit von Brixy oder Röthel länger zu beschreiben  ̶  und zwar so, dass der Partner am Telefon sitzt und die Arbeit nicht sehen kann, wird man feststellen, dass Sie nach ein paar Stunden aufgeben und der andere immer noch nicht weiß, von was Sie eigentlich reden. Das heißt es ist eine Qualität der beiden Künstler vorhanden, die über das eigentliche Sehen hinausgeht!

Das wissen beide Künstler und das wollen sie auch. Ihre Arbeiten sind Kunstwerke, die man im Moment erfasst. Man hat das Gespür, wenn man sie länger ansieht, dass man sie eigentlich zu Hause haben sollte. Sie müssten eigentlich eine ästhetische Wende abwerfen, ein quasi ökonomischer Ausdruck, weil die Bilder eigentlich immer wieder Neues erzählen."

 

Das sind Dinge, die sich einfach aus dem Tun heraus entwickeln

 

„Brixy kommt von der Bildhauerei. Er hat sich dann mit Jackson Pollock und Drip Painting in der Malerei beschäftigt. Er hat diese Malerei aufgenommen. Brixy malt seine Untergründe und malt anschließend eine dreidimensionale, ganz haptische Malerei auf der Leinwand. Diese Serie hier heißt „Horizon“. Er arbeitet gerne in großen Serien − und „Horizon“ ist auch eine Metapher für die Bildtitel. Denn er beschreibt vielmehr immer nur, was er gerade  gemacht hat. Während wir hier bei Brixy einen Titel haben, werden wir feststellen, dass es unglaublich ist, was sich auf diesen Bildern ereignet. Sie sind dadurch auch sehr schwer zu beschreiben. Man hat zunächst das Gefühl, ein abstraktes Bild zu sehen. Dann wieder ist es kein abstraktes Bild. Sie erkennen dann – auch weil er ein begnadeter Gärtner ist und in Mannheim in einem wunderbaren Ambiente lebt – wie er die Blätter aus der Natur nimmt und sie direkt auf die Leinwand bringt. Wenn Sie seinen großen blauen Katalog anschauen, wie er mit der Ganzkörperlichkeit arbeitet – auch in seinen aktuellen Bildern. Es sind nicht nur intellektuelle Projektionen! Deshalb finde ich diese Ausstellung auch so spannend. Das sind Dinge, die sich einfach aus dem Tun heraus entwickeln!"

 

Die Bilder können sich immer wieder neu verändern

 

„Bei Brixy ergeben sich die Dinge. Das Malen durch den Malvorgang und dann kommen Dinge hinzu, die man als Architektur oder Landschaften erkennen könnte. Das kann ein Innenraum oder ein Außenraum sein. Alles öffnet sich immer wieder. Es gibt den klassischen Begriff der „Opera Aperta“ − das Kunstwerk ist offen und es muss sich beim Betrachter vollenden. Beide Künstler haben beim Betrachten ein gemeinsames Problem: sie bilden nicht ab und sagen, das Bild sei in seiner Exaktheit fertig. Mit Perspektive und allem Drum und Dran. Das Bild zeigt etwas, was es gar nicht gibt. Hier sieht man, was das Bild auch ist. Es erzählt immer wieder weiter. Jeder Betrachter erkennt anderes und jeder Betrachter erinnert anders. Jeder ist anders konnotiert und zwar morgens und abends. Die Bilder können sich immer wieder neu verändern und zwar auch beim Betrachter. Ich versuche das zu betonen, deswegen habe ich auch so viel Spaß an der Ausstellung!“

„Jedes Bild ist sozusagen − wie wir das aus den Medien kennen − ein Beleg für ein bestimmtes Image. Jedes Image hat nur eine ganz kurze Zeit, wahrgenommen zu werden. Denn es gibt bei den Bildern keine Nachhaltigkeit mehr. Das verbindet die Künstler Brixy und Röthel sowie das, was sie kritisch vermitteln. Das finde ich auch das Spannende, jetzt hier bei dieser Ausstellung. Dass das heute auch wieder möglich ist und dass dies auch gemacht wird. Es muss auch gemacht werden, wenn die Gesellschaft eine Antwort finden will!“

 

„ …Das Kunstwerk wird erstellt - Die Künstler haben das Problem entscheiden zu müssen:

Wann höre ich auf?

ODER

Wann kann es schlechter werden?

ODER

Wann wird es besser?

Wo ist dieser Moment, der die Spannung ausreizt?

Und dann….

wird das Kunstwerk frei!

Es fängt an sich zu entwickeln und in die Zukunft hineinzuarbeiten!

Und das ist das was beide Künstler par excellence machen und dazu muss man euch einfach gratulieren!

Danke!“

 

 

Vernissage:

26. April 2019, 19 bis 21 Uhr

Es spricht: Professor Dr. Dieter Ronte

 

Ausstellungszeit:

26. April 2019 - 22. Juni 2019

Ausstellung wurde um eine Woche verlängert!

 

Öffnungszeiten:

Di - Sa 12.00 - 18.00 Uhr

 

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