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12.06.2021 - 12.06.2021

Museum Blau

Museum Blau: Künstler Dietmar Brixy spendet Geld und ein weiteres Bild

 

Schwetzinger Tageszeitung, 12.6.2021, Text von Lukas Heylmann, Link zum Text der Schwetzinger Tageszeitung

 

Dietmar Schuth und Dietmar Brixy verbindet einiges, nicht nur der Vorname und das Geburtsjahr. Die beiden kennen sich schon lange und kooperieren auch seit vielen Jahren. Ihre größte Gemeinsamkeit ist aber ohne Zweifel, dass sie beide ihr Leben der Kunst gewidmet haben. Da ist es keine Überraschung, dass Dietmar Brixy entschieden hat, dem Museum Blau, das sein Freund in Schwetzingen führt und gegründet hat, eine Geldspende in Höhe von 1500 Euro zu überlassen. „Engagement ist mir sehr wichtig“, erklärt der Künstler. „Zum Beispiel habe ich schon an das Diakonissenkrankenhaus in Mannheim gespendet. Aber irgendwo sind einem da ja auch Grenzen gesetzt und deswegen orientiere ich mich gerne in der Region.“

 

Obwohl ihn seine Kunst auch in andere Teile der Welt bringt, lebt und arbeitet der freischaffende Künstler heute noch in seiner Geburtsstadt Mannheim. Da ist es nach Schwetzingen natürlich nur ein Katzensprung. Vor einigen Jahren organisierte der Kunstverein Schwetzingen eine Ausstellung unter dem Titel „Animal Art – Tierkunst“ in der Orangerie des Schlosses. Auch ein Brixy-Bild war Teil davon. „Eigentlich hat er da mit seiner abstrakten Art nur marginal reingepasst“, amüsiert sich Schuth. „Aber das Nilpferd-Bild, das wir dann ausgestellt haben, war eher realistisch. Das ist ungewöhnlich für ihn, passte jedoch sehr gut in die Ausstellung.“ Und hier findet sich ein weiterer Brückenschlag: Denn das besagte Nilpferd hängt inzwischen im Museum Blau. Darüber wie das alles genau ablief, sind sich die beiden Freunde etwas uneinig, „aber wir sind ja auch schon über 60“, sagt Brixy lachend.

 

Künstler Dietmar Brixy und Museumleiter Dr. Dietmar Schuth

 

Längere Öffnungszeiten möglich

 

Seine jetzt getätigte Geldspende erfüllt im Museum einen konkreten Zweck: die Verlängerung der Öffnungszeiten. Bisher konnte das Museum Blau an Samstagen, Sonntagen und Feiertagen von 14 bis 18 Uhr seine Türen für den Publikumsverkehr öffnen. Ab jetzt geht das sonntags vier Stunden früher. „Ich stelle Schüler und Studenten, vor allem hier aus Schwetzingen, als Aushilfen ein und die möchte ich auch bezahlen können“, erklärt Schuth. Dank der Spende ist das nun fürs Erste möglich, aber es werden natürlich immer Sponsoren gesucht. Dann wären weitere Verlängerungen möglich. Denn erweiterte Öffnungszeiten, gerade auch am Sonntag, bieten vor allem Familien mit Kindern die Möglichkeit, das Museum Blau zu besuchen. „Das Museum ist auf jeden Fall kinderfreundlich und es gibt Spielereien, bei denen Kinder sich amüsieren und gleichzeitig etwas lernen können“, erklärt der Museumsgründer. Umso besser ist es, dass die gelockerten Corona-Regeln nun auch wieder Führungen im Museum zulassen. Zwar sei der Platz in den Räumen begrenzt, aber dennoch ist Dietmar Schuth immer dabei, die Ausstellung neu zu ordnen. Auch Dietmar Brixy und sein Mann David Richardson sind sich einig, dass ein einzelner Besuch kaum ausreicht, um alles zu erfassen.

 

Generell sind die beiden persönlich sehr angetan von dem Museum, was man ihnen vor Ort auch jederzeit anmerkt. Richardson weist mehrfach beeindruckt auf Teile der ausgestellten Kunst hin, besonders auch auf Stücke, die Schuth selbst geschaffen hat. „Wir mögen Dietmars Engagement. Es ist handfest und nicht nur Theorie. Das muss man wertschätzen und deswegen machen wir gerne Werbung dafür“, sagt Brixy noch. Dass eine Geldspende gerade jetzt willkommen ist, hängt natürlich auch mit der Pandemie zusammen. „Wir hatten durch Corona Verluste, das muss man klar sagen. Die Kultur wurde nicht besonders gut behandelt in dieser Zeit und das hat uns sicher alle geärgert“, kritisiert Dietmar Schuth.

 

Damit meint er nicht unbedingt die Stadt: „Schwetzingen hat viel Kultur, die über Vereine gemacht wird. Aber die Stadt hat den Freiberuflern geholfen, das finde ich sehr anständig.“

 

 

Feigen für die Küche

 

Anlässlich seines Besuchs vor Ort hat Brixy seinem Namensvetter auch gleich noch zwei Bilder mitgebracht, von denen sich dieser eins für das Museum Blau aussuchen darf. Die Wahl fällt auf ein Feigenmotiv, das von nun an im Küchenraum des Museums ausgestellt sein wird, der ganz im Zeichen von blauem Essen steht. Zuvor hatte Brixy Pflanzen überlassen: „Es muss nicht immer was Großes sein.“ Wenn es möglich ist, soll die Zusammenarbeit weitergehen, da sind sie sich einig.